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Remissionspolitik

Die Höhe der Remission spielt einerseits eine wesentliche Rolle für die Höhe der Herstellungskosten eines Pressetitels und hat andererseits Einfluß auf die Marktausschöpfung.

Die Vorgabe titelindividueller Remissions-Richtwerte für den Handel bietet für den Verlag ein wichtiges Instrument der vertrieblichen Steuerung. Durch Vorgabe einer niedrigen Richtremission kann der Verlag Druckkosten sparen, muß andererseits aber in gewissem Umfang Ausverkäufe ( Ausverkaufsquote) in Kauf nehmen. Eine höhere Richtremission verursacht höhere Druckkosten, kann aber auch zusätzliche Verkäufe ermöglichen.

Die Remissionspolitik zahlreicher Verlage, durch Inkaufnahme überdurchschnittlich hoher Remissionsquoten höhere Verkäufe zu erzielen, führte wegen der vom Handel beklagten Überbelieferung im Koordinierten Vertriebsmarketing zu einer generellen Limitierung der Remissionsrichtwerte. Wesentlicher Eckwert ist dabei, daß ein Verkaufsdurchschnitt von 1 nicht unterschritten werden soll, d.h. die Anzahl der belieferten Einzelhändler soll die Zahl der verkauften Exemplare nicht übersteigen.

Eine Tabelle der Remissions-Richtwerte im KVM gibt an, welche Remissionsquote bei welchem Verkaufsdurchschnitt als angemessen anzusehen ist.

Auszüge aus dem Vertriebslexikon EDITION PUBLIKUMSZEITSCHRIFTEN
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